Es schläft sich besser
mit guten Gedanken in der Nacht
nach reichen, erfüllt gelebten Tagen.
So wird es auch am Ende sein,
vermute ich.

Neuigkeiten


ein Jahr

28.02.2017, 11:49 Uhr

Heute vor einem Jahr drückten wir auf einen roten Button und schickten diese website online. Man feiert sich nicht selbst, sagt jemand, den ich schätze. Aber erinnert werden darf daran schon; schließlich musste ich für diesen Akt so einige an inneren Hemmschwellen überwinden. Wie das so ist im Leben: Man hält sich an ehernen Grundregeln fest - und merkt gar nicht, dass man sie selbst aufgestellt hat, nicht unbedingt zum eigenen Wohle.

"So etwas brauche ich nicht. Meine Bücher verkaufen sich auch so." Oder: "Das lenkt mich bloß vom Eigentlichen ab. Ich muss meine Energie ins Schreiben fließen lassen und nicht ins Internet." So höre ich mich protestieren, am Ende einlenken und nun das Gegenteil vom früheren Gesagten erfahren. Ich habe Freude dran, ab und zu hier etwas zu erzählen. Es hat bis jetzt das Eigentliche noch nicht verschmälert. Und meine Buchverkäufe - na ja, sie entwickeln sich auf einer nach oben offenen "Richter"-Skala. :-) Hurra!

Als Freiberufler sollte man immer ein Sortiment auf Lager, ein Produkt in der Pipeline und eine Idee schon im Auge haben, riet mir einmal ein erfahrener Geschäftsmann. Na dann - ist ja soweit alles in Ordnung bei mir. Und draußen ist Frühling. Was will ich denn mehr!

Schaut wieder rein und bleibt mir gewogen. Eure Katrin aus ihrer Schreibwerkstatt. Fröhlich.

 

 

Valentinstag

14.02.2017, 15:23 Uhr

Gerade habe ich einen neuen Aphorismus in meine Liste eingetragen, auf den ich gestern durch eigene und selbst gemachte Erfahrung gekommen bin: Es gibt keine Abkürzung zum Glück; und manchmal werden die Dinge zuerst schlimmer, bevor sie besser werden. Aber der Weg der Entwicklung lohnt sich!

So ist es. Genau so. Das Dasein als Erdling ist ein Entwicklungspfad, und wie ich in meinem noch nicht veröffentlichten Buch "Eine Katze auf einem toten Mann" dazu schreibe, ist dies aus meiner Sicht ganz wörtlich zu nehmen. Ent-Wicklung bedeutet, sich aus blockierenden Verwicklungen raus zu "wickeln", um wieder frei zu werden; frei, man selbst zu sein. Wenn man es so hin schreibt, klingt es wie hohle Schlagworte. Es nimmt jedoch pulsierende Gestalt an in dem Moment, in dem einer anfängt, es bei lebendigem Leibe zu leben; bei offenem Visier zu versuchen. Und dann damit weiterzumachen. Da weiß ich doch, wovon ich spreche!

Also, bei zwei Verlagen liegt das Exposé meines oben genannten Romans. In München und in Berlin. Und eine sehr freundliche Fürsprecherin - nein, sogar zwei! - hat mein Werk auch schon. Da sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn dieses gute Buch nicht endlich "raus in die Welt" finden sollte, wohin es dringend muss, wie meine beiden Fans übereinstimmend sagen.

Fortsetzung folgt. Und für heute: Viel, viel Liebe. Die Krokusse auf meinem Fensterbrett blühen schon, pünktlich zum Valentinstag. Wir haben das Töpfchen vor vierzehn Tagen gekauft. Ist es wohl wahr, dass die Industrie da einen Chip eingebaut hat, in den das Aufblüh-Datum einprogrammiert ist?

Darauf keine Antwort hat: Eure Katrin aus ihrer Schreib-, Lebens- und Liebeswerkstatt.

 

 

Inspiration aus einem Film

23.01.2017, 12:00 Uhr

Ich habe mir gestern im Mitschnitt den Film "Der Amerikaner" mit George Clooney in der Hauptrolle angeschaut und bin immer noch tief berührt. Was für eine - zugegeben, auf die Spitze getriebene - Allegorie auf das Dilemma, in dem wir Menschlichen stecken. Da leben wir in einer wundervollen Umgebung; im Film das Bild der herrlichen italienischen Landschaft, dieser schönen Frauen und des verschlafenen Dörfchens mit seinen vielen Treppen, verwinkelten, steilen Gassen, so recht zum Ausruhen, Plauschen, sich Verlieben geschaffen. Und dann entscheiden wir uns für die andere Seite, die uns ins Unglück stürzt. 

Am Ende, als George verzweifelt auf das Lenkrad seines Autos klopft (ich will natürlich nicht zuviel verraten, für den Fall, dass ihr diesen Streifen noch nicht gesehen habt), da dachte ich, man muss rechtzeitig die Liebe wählen, das Göttliche, das Gute, wenn man so will. Sonst kann es auch zu spät sein, und die Chance ist vertan. Vielleicht gibt es auch immer wieder einen neuen Anfang, ich weiß es nicht, aber ich beginne, daran zu glauben, ihn durchaus für möglich zu halten.

Dennoch, was mich heute angeht: Ich wähle bewusst. Und ich werde nicht damit aufhören, was ich erkenne, in meine Bücher einfließen zu lassen. Ich muss, ich muss, ich muss schreiben. Was für ein großes Glück, dass ich es tun kann. Einmal, als ich verzweifelt war und nicht mehr auf mich vertraute, da sagte mir eine fremde Frau auf einem Berliner U-Bahnhof: "Es gibt für jeden einen Weg. Für jeden!"

Das gebe ich jetzt an euch weiter. Nicht verzagen. Bloß nicht. Es gibt für jeden einen Weg zum Glücklichsein. Man muss auch nicht unbedingt nach Italien dafür fahren. Oder nach Kreta fliegen, so wie ich für drei meiner Werke. :-)